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Das casaviva stellt ein Lernfeld dar, welches Jugendlichen ermöglicht, ihre Ablösungs- und Integrationsprobleme, die einen Milieuwechsel nötig gemacht haben, in einem pädagogisch geführten Rahmen anzugehen. Wir arbeiten in kleinen überschaubaren Gruppen, die im Rahmen des Gesamtkonzepts weitgehend selbständig arbeiten. Diese Organisationsform ermöglicht uns, individuell auf die Problematik einzugehen und gemeinsam mit den Jugendlichen Lösungsstrategien zu suchen.
Die Begleitung der Jugendlichen in die Selbständigkeit bedeutet das Erarbeiten einer grösstmöglichen Autonomie in persönlicher, finanzieller und sozialer Hinsicht. Wir wollen einen Raum schaffen, in dem dies möglichst gut gelingen kann. Wir gehen davon aus, dass für einen positiven Entwicklungsprozess das Zugehörigkeitsgefühl und die Konstanz entscheidende Faktoren sind. Deshalb vermeiden wir möglichst Umplatzierungen.
Nach Möglichkeit beziehen wir das Herkunftssystem der Jugendlichen in unsere Arbeit mit ein. So pflegen wir regelmässige Kontakte zu Eltern und anderen wichtigen Bezugspersonen, um stark belastete Beziehungen zwischen Eltern und Jugendlichen zu entspannen und zu normalisieren. Zu diesem Zweck führen wir auch Elterngespräche durch.
Wir arbeiten mit externen Stellen zusammen: KJPD, Suchtberatungsstellen, Ärzte, div. Fachstellen. Jugendliche, die neben ihren Verhaltensproblemen auch psychische Probleme haben, motivieren wir zu einer externen Therapie. Besucht ein Jugendlicher bei Eintritt bereits eine Therapie, unterstützen wir diesen Prozess.
Viele Jugendliche, die zu uns kommen, konsumieren (weiche) Drogen und/oder Alkohol. Eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung und eine erfolgreiche schulische und berufliche Integration sind mit regelmässigem Drogenkonsum nicht vereinbar. Daraus folgernd arbeiten wir mit den Jugendlichen in Richtung Drogenfreiheit. Der Konsum jeglicher Drogen im Haus ist verboten. Wir sehen unsere Häuser als Schutz- und Übungsraum für einen drogenfreien Alltag.
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